Sie ist immer an meiner Seite, sehr selbstbewusst anderen Hunden gegenüber, aber kein Raufer. Ihre Präsenz reicht schon, bei Mensch und Tier. Immer bemüht mir alles recht zu machen, eine wirklich einmalige Hündin. Die Alphahündin in unserem Hunderudel. Sie ist eine instinktsichere Mutter, konsequent in der Erziehung ihres Nachwuchses.Sie ist für mich unersetzlich wenn es darum geht ihre beiden Söhne in Schach zu halten. Noch nie hatte ich mit Poka oder Wakan Schwierigkeiten in der Rangeinweisung. Das erledigt Raven für mich, denn sie bemerkt mögliche diesbezügliche Unstimmigkeiten schon im Anfangsstadium - lange vor mir. Und reagiert sofort!
Dann schaut sie mich an "Ich mache das schon für dich" sagt ihr Blick.
Ist sie in Hitze, dann bietet sie sich ihren Söhnen niemals an. Im Gegenteil, sie geht in unser Schlafzimmer und macht die Tür von innen zu. Ich würde es nicht glauben, wenn ich es nicht tatsächlich halbjährlich selbst miterleben würde.
Ihr Hütetrieb ist sehr gut angelegt, was sie an unseren Enten und Hühnern schnell bewiesen hat. Raven arbeitet sehr gefühlvoll an unseren Enten. Würde diese niemals verletzen oder zu stark treiben. Falls sich eine Ente im Gebüsch verhakt, oder in einer Vertiefung stecken bleibt, versucht Raven ganz sanft sie dort wieder herauszuführen. Stubst ganz zärtlich und winselt sie an. Wenn das nicht klappt, dann bleibt sie bei der Ente, stellt sich schützend über diese bis ich komme und helfe. Ich bin jedesmal fasziniert von ihrer Fürsorge.
In der sportlichen Ausbildung und der Unterordnung zeigte sich Raven von Beginn an unglaublich arbeitseifrig und freudig. Sie legte die Begleidhundprüfung im VDH mit 19 Monaten ab. Der Richter war des Lobes voll :"Es ist eine Freude zu sehen wie gerne diese Hündin arbeitet.......die Zusammenarbeit zwischen Hundeführer und Hund....einfach großartig.......besser als bei manchem Profi-Hundesportler......"
Der Richter konnte ja nicht wissen, dass ich schon lange mit Hunden arbeite, aber ich war trotzdem sehr stolz auf uns. Meine Trainingsmethode begründet sich auf der positiven Verstärkung . Man muss immer davon ausgehen, dass der Hund alles richtig machen will.
Klappt etwas nicht, dann liegt der Fehler bei mir. Ich spreche so zu sagen in diesem Moment nicht die richtige Sprache. In diesem Fall lasse ich meinen Hund eine Lektion zeigen, die schon ganz sicher sitzt. Dann gibt es auf jeden Fall ein dickes Lob zum Ende der Trainingseinheit. Der Hund wird die Arbeit so immer in positiver Erinnerung behalten, und sich beim nächsten Mal wieder auf die Arbeit freuen. Und ich gebe mir Zeit über meinen Fehler so lange nach zu denken.
JOE
Übrigens schimpft Raven nicht nur mit ihren Söhnen, wenn die etwas falsch gemacht haben.
Mit mir meckert sie auch , wenn ich bei der Arbeit mit ihr falsche Kommandos gegeben habe - oder zu langsam war.
Raven ist kerngesund, wir werden sie nicht nocheinmal decken lassen, obwohl sie ja im besten Alter ist. Wir finden nachwievor, dass eine Trächtigkeit genug ist. Ihre beiden Söhne stehen als Deckrüden für gesunde und passende Hündinnen zur Verfügung.